Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes
Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten

Landesvereinigung Niedersachsen e.V.

Antifaschismus ist mehr als eine Gegenbewegung

Mitte März 1947 kamen in Frankfurt/M. Frauen und Männer, die im Widerstand gegen den Faschismus gestanden hatten, die als Verfolgte Opfer des NS-Regimes waren, zur ersten interzonalen Konferenz der Vereinigungen der Verfolgten des Naziregimes zusammen.

Aufgrund alliierter Auflagen war es auch den Antifaschistinnen und Antifaschisten bis dahin nur möglich gewesen, sich auf örtlicher, regionaler und - ab Ende 1946 - auf Zonenebene zu organisieren. Die Konferenz in Frankfurt war quasi die Geburtsstunde einer gesamtdeutschen Organisation, die sich dem sozialen und politischen Anliegen der Frauen und Männer aus dem Widerstand und der Opfer des Faschismus verpflichtet fühlte.

Von Anfang an verstanden die VVN-Mitglieder Antifaschismus als Zukunftsentwurf. Und so ist das Handeln der Organisation nicht nur bestimmt durch das Wirken für „die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln“, sondern auch durch das Eintreten „für eine neue Welt des Friedens und der Freiheit“.

Die Öffnung der Vereinigung für nachfolgende Generationen als „Bund der Antifaschisten“ 1971 brachte einen neuen Aufschwung der Organisation, in der sich bis zum heutigen Tag historische Erfahrung der Zeitzeugen mit politischer Überzeugung der jungen Mitglieder verbinden.


Als Ergänzung der Web-Angebote unserer Kreisvereinigungen in Niedersachsen möchten wir hier zusätzlich Informationen von überregionaler Bedeutung bieten. Für Informationen mit bundesweitem Bezug verweisen wir auf die Seiten unserer Bundesvereinigung.

Für Informationen in gedruckter Form empfehlen wir die Zeitschriften antifa und Der Rechte Rand.

Gedenkstätten in Niedersachsen

Eine Aufstellung der Gedenk- und Dokumentationsstätten in Niedersachsen gibt es bei der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten. Einen Überblick über die Arbeit der Stiftung bieten die Jahresberichte.

Das Jahr 1945

Zum 70. Jahrestag der Befreiung hat die VVN/BdA eine Website als "historisches Projekt" angelegt. Für den Zeitraum von Oktober 1944 bis Mai 1945 werden etwa 150 lokale Ereignisse in kurzen Texten dargestellt: die Befreiung von Städten und Lagern, Kriegsendverbrechen, die Hoffnungen der Befreiten und die juristische Aufarbeitung.

Zugänglich gemacht werden sie u.a. durch eine Landkarte, die mit einem Zeitschalter gekoppelt ist.

Weiterführende Texte zu Schwerpunktthemen, Links, Fotos und auch kurze Filme ergänzen die Texte. Die Website richtet sich an Laien und hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Blog zur Befreiung

Zum 70. Jahrestag der Befreiung und des Endes des Zweiten Weltkrieges haben niedersächsische Gedenkstätten, Vereine und Einzelpersonen eine Website erarbeitet, auf der seit dem 27. Februar täglich bis zum 8. Mai Ereignisse vorgestellt werden, die sich vor 70 Jahren in Nordwestdeutschland ereignet haben. Die Beiträge werfen exemplarisch Schlaglichter auf Verbrechen, die Angehörige von SS, Gestapo, Polizei, Wehrmacht und Volkssturm, aber auch Zivilisten in den letzten Tagen des Krieges begangen haben. Zudem schildern sie die Situation der Häftlinge und Gefangenen in den Lagern und anderen Haftstätten kurz vor und nach ihrer Befreiung.